Herri – Marktplatz

Marktplatz

Herri 1 – Marktplatz


Audiobeitrag zum Marktplatz


Alle Häuser rund um den Marktplatz sind Fachwerkhäuser. Bis auf das Rathaus wurden sie alle ungefähr zur gleichen Zeit erbaut, nämlich kurz nachdem Herrenberg im Jahr 1635 fast komplett abgebrannt war. So etwas passierte früher häufiger. Ihr müsst euch vorstellen, dass man mit offenem Feuer heizte und kochte und bei Dunkelheit Kerzen und Öllampen benutzte. Und dann bestanden die Häuser überwiegend aus Holz. Da konnte es schon mal vorkommen, dass ein Feuer außer Kontrolle geriet.

Rund um den Marktplatz wohnten die reichsten und angesehensten Leute der Stadt, zum Beispiel die Handelsfamilie Khönle. In dem Haus oben an der Ecke des Marktplatzes, das im Erdgeschoss drei Rundbogen hat, wo heute eine Eisdiele drin ist, hatten sie einen Laden. Dort verkauften sie Eisenwaren und viele andere Sachen. Weil die Khönles Handelsverbindungen bis nach Übersee hatten, konnte man hier in Herrenberg sogar Tabak aus Guyana, Zinn aus Indien, Weihrauch und Gewürze aus dem Orient, türkische Schnüre, Porzellan aus China und Kaffee aus Java kaufen.

Auf dem Giebel des Rathauses seht ihr das Wappen von Herrenberg: eine gelbe Fahne mit drei Zipfeln auf rotem Grund, oben dran sind drei Ringe, durch die man eine Stange stecken könnte. Es ist das Wappen der Pfalzgrafen von Tübingen. Die haben auf dem Berg die Burg gebaut und bald danach die Stadt Herrenberg gegründet.

 

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