Bebenhäuser Klosterhof

Bebenhäuser Klosterhof

Station 11 – Bebenhäuser Klosterhof


Audiobeitrag zu Bebenhäuser Klosterhof


Ehemaliger Pfleghof des Klosters Bebenhausen, der zum Sammeln der Erträge der umliegenden Ländereien des Klosters, dem Handel mit klösterlichen Produkten und den damit verbundenden Verwaltungsaufgaben diente. Nach der Inschrift an einem Eckquader zur Bronngasse hin wurde das Sockelgeschoss 1484 erbaut. Die beim Stadtbrand 1635 zerstörte Obergeschosse errichtete man 1664-1669 neu. Dabei schmückte man die Fenster mit barocker Scheinarchitekturmalerei.

Seit dem Wiederaufbau war der Bebenhäuser Klosterhof der Sitz des Verwalters der sogenannten Stifts- und Geistlichen Verwaltung. Dieser Institution unterstanden die ehemaligen Besitzungen von geistlichen Einrichtungen, die in der Reformation aufgelöst worden waren, so z.B. des Herrenberger Chorherrenstiftes. 1819–1868 war hier das Hofkameralamt eingerichtet und 1875–1881, während des Baues der Gäubahn, war das Gebäude im Besitz der königlichen Eisenbahnverwaltung.

Ab 1881 hatte hier die Haushaltungsschule, von 1902-1964 die Frauenarbeitsschule (im Volksmund auch „Knopflochkaserne“ genannt) ihren Sitz, dazu kam noch ab 1937 ein Kindergarten, das sog. „Schüle“. Bis 1984 war eine Sonderschule eingerichtet, heute laden Seminar- und Vereinsräume zu geselligem Leben und Lernen ein.

 

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