Wohnhäuser der Geistlichkeit

Diakonat

Station 20 – Wohnhäuser der Geistlichkeit


Audiobeitrag zu Wohnhäuser der Geistlichkeit


Das heutige Haus Am Burgrain 2 wurde 1676-1682 erbaut und war Wohnsitz des Diakons oder zweiten Stadtpfarrers. Hier starb am 15. Oktober 1693 der erst 23jährige württembergische Prinz Johann Friedrich, der Sohn Herzog Eberhards III., nachdem er bei einem Pistolenduell mit dem österreichischen General Graf Johann IV. Pálffy von Erdöd auf einem Feld bei Affstätt tödlich verwundet worden war.

Johann Friedrich hatte nämlich einen Husaren aus dem Regiment Pálffys beim Obststehlen ertappt und vom Baum geschossen. Daraufhin forderte General Pálffy den württembergischen Prinzen zum Duell.

Der Dekan wohnte schräg gegenüber Am Burgrain 3. An Stelle des dort um 1900 erbauten Gebäudes (mit Erkertürmchen) stand seit dem 13. Jh. das Pfarrhaus, das am höchsten gelegene Haus der Gründungsstadt. Hier wohnten von 1551-1749 die Dekane, damals auch „Spezialsuperintendenten“ genannt. Als Sohn eines Dekans wurde nach neueren Erkenntnissen hier der berühmte Theologe und Schriftsteller Johann Valentin Andreae (1586-1654) geboren.

 

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