Gerbertor oder Affstätter Tor

Gerbertor oder Affstätter Tor

Station 8 – Gerbertor oder Affstätter Tor


Audiobeitrag zum Gerbertor oder Affstätter Tor


Mit dem Affstätter Tor schuf man 1484 nachträglich einen Stadtmauerdurchbruch, um bei Feuer schnell zur davor liegenden Wette (Viehtränke) bzw. zum Feuersee gelangen zu können. Die Wette erstreckte sich direkt vor der Stadtmauer entlang der heutigen Seestraße. Diese hat ihren Namen von den zwei ehemals außerhalb von Herrenberg gelegenen Seen, die zur Fischzucht genutzt wurden.

Einer lag vor dem Bronntor und einer unterhalb des Nufringer Tores (heutiges Stadthallengelände). Vor der Stadtmauer in der Nähe der Seen gab es zwei öffentliche Waschhäuser, da das Waschen mit heißem Wasser innerhalb der Stadt wegen der Feuersgefahr verboten war. Die Seen wurden im 16. und im 18. Jh. trocken gelegt. Die Froschgasse verdankt ihren Namen dem wohl noch über die Stadtmauer hinweg hörbaren Gequake der Frösche in den Gewässern.

Weil ein hier ansässiger Gerber von der Stadt die Erlaubnis erhielt, seine Häute unter dem Tor zum Trocknen aufzuhängen, wurde das Tor 1537 erstmals als „des Gerbers Tor“ und danach meistens als „Gerbertor“ bezeichnet.

 

 

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