Geteilte Stadt Herrenberg 1347-1382

Geteilte Stadt

Station 10 – Geteilte Stadt


Audiobeitrag zur geteilten Stadt


Die Grafenbrüder Konrad I. und Rudolf III. „der Scherer“ von Tübingen teilten 1334 ihr gemeinsames Erbe mit Ausnahme der Stadt Herrenberg.1347 teilten sie schließlich auch Herrenberg. Die Bronngasse diente dabei als Trennlinie. Jeder Bruder erhielt eine Hälfte der Stadt: Graf Konrad fiel die obere Stadt, d.h. die südliche Hälfte zu, während Rudolf die untere Stadt, d.h. die nördliche Hälfte erhielt.

Da die nördliche Hälfte einkommensschwächer war, bekam er noch einige andere Besitzungen als Ausgleich dazu. Fortan gab es zwei Stadtverwaltungen und zwei verschiedene Stadtsiegel. Gemeinsam blieben Verkehr und Wasserversorgung sowie die Nutzung der Wirtshäuser und der Badstuben. Dieser Zustand blieb bestehen bis zum Verkauf der Stadt an Württemberg 1382, also 35 Jahre lang.

 

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