Deutsche Knaben- und Mädchenschule

Diakonat

Station 21 – Deutsche Knaben- und Mädchenschule


Audiobeitrag zur Deutschen Knaben- und Mädchenschule


Ehemaliges Pfründhaus, das zur Besoldung und als Wohnsitz eines weltlichen Chorherren gedient hatte. 1653/54 Wiederaufbau nach dem Stadtbrand von 1635. Nach der Reformation war hier die Deutsche Schule eingerichtet worden, die von Kindern besucht wurde, deren Berufsziel kein Studium erforderte. Es wurde Lesen, Schreiben und Grundkenntnisse im Rechnen vermittelt, außerdem hatte die religiöse Unterweisung hohen Stellenwert. Fremdsprachen wurden nicht gelehrt.

Bis 1712 gab es für Jungen und Mädchen nur eine Deutsche Schule und einen Schulmeister, der auch in der Schule selbst wohnte. Danach wurde ein zweiter Schulmeister eingestellt und Jungen und Mädchen getrennt. Seit 1756 war die Deutsche Knabenschule im Spital untergebracht, 1779 erfolgte dann der Neubau der Deutschen Schule in der Schulstr. 7 auf zwei abgebrochenen ehemaligen Spitalhäusern.

Kinder mit Ambitionen zum Studium besuchten die Lateinschule, die in einem nicht mehr erhaltenen Gebäude oberhalb der Stiftskirche an der Stadtmauer und ab 1709 in einem Spitalgebäude untergebracht war.

 

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